Samstag, 31. Dezember 2016

kurz gefasst #13 RIP 2016

Hey ho Nemos, es ist unfassbare 80 Tage her, seit meinem letzten Post.
In der Zeit ist irgendein Kerl früher um die Welt gereist. Verrückt!
Aber hey, ihr wisst wie das ist: Man hat zu tun, oder keine Lust und auf einmal ist Weihnachten und dann der 31. Dezember.
Und wahrscheinlich hätte ich auch heute die Tasten nicht bemüht und stattdessen meine Nase in irgendein Buch gesteckt, oder solange Netflix durchstöbert bis ich mich fertig hätte machen müssen, um bei meiner Abendveranstaltung gerade so pünktlich zum Jahreswechsel zu erscheinen, wenn nicht eine...geschätzte Leserin dieses unregelmäßig erscheinenden Haufens von Buchstaben mich gebeten hätte doch mal wieder "etwas in den Orbit zu schießen", zu den ganzen Raketen, die sich in der heutigen, besonderen Nacht dort tummeln werden.

Und so sitze ich jetzt in meinem Bett und überlege wie es weiter gehen könnte.
Das Jahr 2016 wird wohl kaum jemand so richtig vermissen, obwohl bestimmte Leute Statistiken kennen wollen, die besagen, dass das Jahr genauso schlimm war wie jedes Andere, nur der Blickwinkel hat sich verändert.
Kann sein.
Ich denke ein Scheißhaufen, der mit Sahne vermischt und einer Kirsche verziert wurde, sieht aus jedem Blickwinkel gleich aus:
Wie ein schlecht getarnter Haufen Scheiße eben.
Man kann nicht mal sagen: "Viel schlimmer kann es nicht mehr kommen", oder "Es scheint ein Licht am Ende des Tunnels.", oder "Schlimme Zeiten schweißen Menschen zusammen".
Also eins hab ich mittlerweile bei meiner Arbeit im Maschinenbau gelernt:
Menschen zusammen zu schweißen bringt uns gar nichts!
Okay, ernsthaft jetzt!
Bei so einem Satz sollten wir uns doch lieber fragen, warum wir erst eine schwere Zeit brauchen um auf einander zu und ein zu gehen. Wieso kann man sich nicht in guten, genauso wie in schlechten Tagen zusammenraufen und einen Schritt wagen, in die richtige Richtung?
Weil wir Menschen sind?
Eine, für meinen Geschmack, viel zu billige und wannabee-philosophische Antwort.
Weil es schwer ist?
Es ist nicht schwer. Situationen, Handlungen und alles was dazu gehört wiegen gar nichts und fallen trotzdem ins Gewicht. Ich weiß, ich weiß das ist euch alles wieder viel zu viel blabla.
Ja es ist schwierig. Definitiv!
Aber wir packen auch andere schwierige Dinge und bewältigen diese sogar.
Wenn wir müssen.
Dort liegt doch der Hund begraben.
Niemand sorgt sich ums Schnee schaufeln im Sommer, wäre ja auch bescheuert.
Aber in diesem Jahr und vor allem im Dezember hatten wir plötzlich einen (metaphorischen!) Wintereinbruch. Und niemand hatte 'ne Schaufel.
Hatte sich das angedeutet? Ja unbedingt!
Gab es Leute, die damit gerechnet haben?
Ja, und trotzdem ist man geschockt und nun unter einer (metaphorischen!) meterdicken Schneeschicht begraben, durch die man sich nicht alleine, sondern nur mit Leuten kämpfen kann, die einem helfen.
Und das muss passieren.
Wir haben fast alle zwei Hände, die wir jemandem reichen können, der Hilfe benötigt.
Es dauert vielleicht lange und es wird bestimmt nicht der letzte Schneesturm sein, der über uns, und die Menschen die wir lieben, hereinbricht, aber ich bin zuversichtlich:
Der nächste Sommer kommt bestimmt!

Frohes Neues
Jaschi/Jay

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